Madeira 2021

Im August 2021 haben wir einen schönen, aktiven Familienurlaub auf Madeira verbracht.

Generelle Informationen
Die Tauchbasis „Manta Diving” liegt an der Südseite der Insel Madeira, im Ort Caniço de Baixo, auf halber Strecke zwischen Funchal und dem Flughafen Santa Cruz. Sie ist direkt am UW-Naturschutzpark „Garajau”.
 
Die Tauchbasis ist im sogenannten „Lido” (Badeort) des Sentido-Komplexes lokalisiert. Daher ist der Frühstücksraum des Sentido Galomar gerade eine Etage über der Tauchbasis und man kann direkt nach dem Frühstück hinuntergehen.
Sprache der Basis ist generell Englisch, wobei auch die Hälfte des Teams Deutsch spricht.

Die Basis selbst hat zwar nur begrenzt viel Innenräume und Überdachungen, dafür ist aber außen ausreichend Platz zum Anziehen und für Briefings. In den beiden Trockenräumen ist auch genug Platz, um die Tauchkiste, Anzug und Jacket zu verstauen.
 
Das Team
Das Team ist sehr nett und zuvorkommend, es ist immer jemand da, wenn man eine Frage hat oder Hilfe braucht. Auch die Tauchguides waren immer achtsam und die Briefings ausreichend detailliert. Die Organisation der Basis ist auch gut geregelt und unkompliziert. Wir haben uns durchgehend sicher und gut aufgehoben gefühlt.

Der Einstieg
Der Haupteinstieg für Taucher, der auch gleichzeitig Anlegestelle für das Boot ist, hat die Form einer Treppe. Dadurch ist das Einsteigen zum Hausriff immer, egal ob Flut oder Ebbe, sehr einfach und unkompliziert. Aus dem Wasser heraus kommt man über eine von mehreren Leitern, bei denen man zwar die Flossen ausziehen muss, aber auch problemlos
aussteigen kann.

Nitrox
Nitrox wird von der Basis als Atemgas bevorzugt und stark propagiert. Zu manchen Bootstauchgängen (z.B. Wrack „Corveta Afonso Cerqueira”) werden auch nur Nitrox-Taucher mitgenommen. Die Basis hat selbst vor Ort moderne Kompressoren für Nitrox und normale Luft. Die Basis bietet auch selbst einen Nitrox-Kurs an, der mit einem
Prüfungsbogen mit 30 Theoriefragen abgeschlossen werden kann.

Ausrüstung
An Ausrüstung waren wir zwar schon größtenteils versorgt, doch es gab auch alles, von Anzügen über Computer zu Tauchlampen, zum Verleih in der Basis. Nur während der Pandemie mussten, als wir da waren, Leihanzüge abends zurück gegeben werden (auch wenn man am nächsten Tag wieder den gleichen verwendet), damit sie desinfiziert werden konnten. Von Mängeln an der Leihausrüstung haben wir nichts erlebt oder gehört.
Es sind Geräte-Flossen und Schwimmbadflossen erlaubt.
 
Wassertemperatur & Neopren
Die Wassertemperatur lag im Sommer bei etwa 21-22°C.
Als Neopren hatte ich einen 5 mm mit Eisweste und mein Vater nur seinen 7 mm Anzug, wobei eine Neoprenhaube empfehlenswert ist. Der Atlantik kann sich ziemlich kalt anfühlen und bei manchen Tauchgängen gibt es auch kalte Strömungen, außerdem wird es in tieferen Bereichen sehr schnell kalt. Daher ist für kälteempfindliche Taucher auch ein 7 mm Anzug mit Eisweste zu empfehlen.

Tauchplätze
Das Angebot an verschiedenen Tauchgängen ist groß. In unseren 14 Tagen vor Ort waren wir an 9 verschiedenen Tauchplätzen.


„Hausriff”
Vom Einstieg aus kann man 3 verschiedene Tauchgänge machen:

  • Der „Lavafinger” ist am nächsten gelegen, dort gibt es eine kleine Höhle, viele kleine Krebschen, Muränen, manchmal einen Kraken, Drückerfische und viele Röhrenaale. Zu betauchen ist er auch einfach, man startet durch die kleine Höhle, wechselt auf die andere Seite des Fingers und schwimmt mit der Steilwand zur linken Hand wieder zurück (Maximaltiefe 25/30 m).
  • Der zweite Tauchplatz namens „Arena” macht seinem Namen alle Ehre, auf 21 m bildet versteinerte Lava eine große Arena mit einem Felsen auf der Südseite. Hier gibt es viel Fischschwärme verschiedener Größe, sowie Barsche und Drückerfische.
  • In der Ostseite der Bucht gibt es auch eine Höhle auf ca. 11 m, die eher einem großen Tunnel gleicht und auch betaucht werden kann. Hier soll es viele kleinere Fische, Krebse etc. geben. Doch uns war sie zu dunkel, da es keinen Lichteinfall von außen gibt und sie selbst mit unseren Lampen schwer etwas zu sehen war.
 
Das Boot
Auch zu empfehlen sind die Bootstauchgänge, die mit dem Tauchboot der Basis gemacht werden. Das Einsteigen ins Boot ist unproblematisch, man macht von der Treppe des Einstiegs aus einen großen Schritt ins Boot, während Mitarbeiter der Basis das Boot festhalten. Zum Wiedereinstieg aus dem Meer ist die feste Metallleiter am Boot ausreichend lang und kann auch mit angezogenen Flossen leicht bestiegen werden.

Weil wir in der Hochsaison (ersten beiden August-Wochen) da waren, war das Boot meist voll mit ca. 12-14 Personen, außerhalb der Ferienzeit ist es bestimmt nicht so voll.

Die Fahrt zum Wrack dauert etwa 30-40 Minuten pro Strecke, die Fahrt nach Garajau,
Canyon Reef und Blue Hole jeweils etwa 7-10 Minuten.

Das Wrack
Das Wrack „Corveta Afonso Cerqueira” wurde 2017 vor der Küste Funchals versenkt und als künstliches Riff für Taucher hergerichtet. Das Wrack liegt auf max. 30 m abfallender Tiefe. Es wurden Löcher in die Wände des Wracks geschnitten, um das Hineintauchen zu erleichtern. Im tieferen Bereich des Schiffsbauchs nimmt die Sicht allerdings deutlich ab, teils durch von Voraustauchenden aufgewirbeltes Sediment. Im oberen Teil des Wracks sind die Brücke und das Steuerrad sehenswert. Zu diesem Tauchgang wurden ausschließlich Nitrox-Taucher mitgenommen. Zwar ist das Wrack ziemlich groß, aber, weil es noch nicht so alt ist, fällt das Marineleben hier ein bisschen mager aus.
 
Cap Garajau
Sehr empfehlenswert ist auch der Tauchplatz am „Cap Garajau”, der etwa 8 min. mit Boot in Westrichtung liegt. Ein an einer Boje befestigtes Seil führt ca. 24 m Tiefe mit zum Tauchplatz, der aussieht wie ein großes Trümmerfeld aus Steinen. Das Seil ist dringend nötig, da hier an manchen Tagen ziemlich starke Strömung herrscht und man beim
Loslassen des Seils rasch abgetrieben wird.
Hier gibt es viel Schwarmfisch zu sehen und auch mehrere große ortstreue Zackenbarsche (siehe Bild).

Empfehlungen
Am besten gefallen haben uns der Tauchplatz „Garajau”, das Wrack „Corveta Afonso Cerqueira” und der Nachttauchgang am Hausriff.

Unterkunft
Untergekommen sind wir im Hotel „Sentido Galomar”, bei dem die Tauchbasis liegt. Mit dem Hotel und Frühstück waren wir sehr zufrieden, aber wir haben auch viel Gutes über die anderen nahegelegenen Unterkünfte wie das „Sentido Galosol” gehört.

Bericht: Sebastian Tietze
Fotos: Andreas und Sebastian
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