Wir haben zwei neue Trainer C

Bert und Frank waren in der Ausbildung zum Trainer C beim Württembergischen Landesverband für Tauchsport e.V. in der Landessportschule Albstadt…

Im November 2022 ging es mit der Basisqualifikation, dem „überfachlichen Teil“ los. 5 Tage lang wurden uns sportwissenschaftliche Basics, wie „Grundlagen der Bewegungsausbildung“, „Konditionelle Fähigkeiten und Belastungssteuerung im Tauchsport“, „Sportmedizinische Grundlagen“, sowie „Koordinationstraining in Theorie und Praxis“ nähergebracht. Neben den recht trockenen theoretischen Einheiten, verbrachten wir auch die ein oder andere praktische Einheit zur Auflockerung in der Sporthalle.

Damit wir abends in der Sportlerklause bei dem ein oder anderen Kaltgetränk nicht „komplett versacken“, stellten wir „so ganz nebenbei“ unsere Rettungsfähigkeit mit dem Ziel „Rettungsschwimmer in Silber“ sicher. Besondere Herausforderung hierbei: Die praktischen Einheiten fanden nach einem (reichhaltigen) Abendessen im Schwimmbad statt! Wie war das gleich noch mit: „Gehe nicht mit vollem Magen ins Wasser!“ ???

Auch das DTG-Training sollte in diesem Modul nicht zu kurz kommen: Schließlich soll der Ausbilder seine Fertigkeiten nicht nur sicher und blind selbst beherrschen, sondern die Aufgaben auch „in Vorführqualität“ sicher einem Beginner für eine VDST-Ausbildung demonstrieren können.

Folgende Skills standen dabei in besonderem Focus:

  • Umgang mit dem langen Schlauch des Hauptatemreglers
  • Signal-Boje setzen
  • Wechselatmung
  • sicherer Sprung ins Wasser
  • Tarierübungen
  • Retten eines verunglückten DTG-Tauchers

Bemerkenswert: Obwohl alle 12 Teilnehmer in Vereinen des VDST tauchen, gibt es durchaus Unterschiede  bei den Ausführungen der Übungen… Ganz deutlich wurde dies bei der Verwendung der Unterwasserzeichen. Die ein oder andere Teilnehmer*in musste hier ganz rudimentär lesen und rechnen lernen 😉

Großer Wert wurde an dieser Stelle auch auf die aktuellen Ausrüstungs- und Durchführungsempfehlungen des VDST gelegt. Den ein oder anderen hilfreichen Tipp zu unserer eigenen Tauchkonfiguration konnten wir natürlich als Hausaufgabe mitnehmen. Auch wenn es für mich persönlich „Bildungsurlaub“ war… mit Urlaub im engeren Sinne hatte diese Woche eigentlich nicht viel zu tun.

Übrigens:

Als Voraussetzung für den „Trainer C Sporttauchen“ benötigt man mindestens 80 Tauchgänge, sollte mindestens 16 Jahre alt und brevetierter DTSA**-Taucher sein.

Außerdem sollte man an einem Süßwasserbiologie-Seminar (oder einem vergleichbaren Seminar) teilgenommen haben, man muss tauchtauglich sein (aktuelle TTU!) und einen Ersthelfer-Kurs (nicht älter als 2 Jahre) absolviert haben.

Während der Ausbildung zum Trainer C im Breitensport müssen dann noch diverse weitere Bausteine erworben werden, wie z. B. zwei Freigewässer-Hospitationen und diverse Lehrpraktika in anderen VDST-Vereinen.

Im Februar 2023 fuhren wir dann zum „Aufbau-Modul“ auf die schwäbische Alb und auch diese drei Tage waren wieder bis auf die letzte Minute „durchgetaktet“. So standen u. a. die theoretische und die praktische Prüfung des DLRG-Rettungsschwimmers in Silber auf dem Programm; weitere Schwerpunkte waren die „Bewegungsausbildung im Sporttauchen“, „DTG-Übungen“, „Unfallvermeidung im Hallenbad“ und „ABC-Übungen“… Erneut verbrachten wir viele Stunden im und unter Wasser.

In den theoretischen Einheiten beschäftigten wir uns mit den Themen „Wettkampfsport“, „Doping“, „Vereinsrecht“, „Prävention sexualisierter Gewalt“, den „Ausrüstungsempfehlungen des VDST“, sowie mit der Vorbereitung der Lehrproben.

Am Sonntag war dann ein erster Meilenstein geschafft, mit dem DLRG-Rettungsschwimmer in Silber im Gepäck ging es wieder zurück nach Ingelheim.

Zwischen dem zweiten und dritten Modul absolvierten wir unsere Schwimmbad-Hospitationen, sowie die erforderlichen Lehrpraktika; an dieser Stelle ein herzliches „Danke schön“ an den Binger Tauchclub e. V. !

Im April stand dann das „Spezialisierungsmodul“ auf dem Programm. Besonderes Augenmerk wurde an diesen drei Tagen nochmal auf den Wettkampfsport (UW-Rugby, Apnoe und Flossenschwimmen mit der Mono-Flosse) in Theorie und Praxis gelegt.

Die Theorie-Einheiten nach dem Abendessen wurden dieses Mal genutzt, um die Probe-Referate in entspannter Atmosphäre zu halten und sich mit der Theorie-Ausbildung beim Tauchen zu beschäftigen.

Vor dem Prüfungsmodul im Juli standen schließlich noch die Freigewässer-Hospitationen auf unserer „To do-Liste“ (auch hier mein besonderer Dank an den BTC; meine zwei Hospitations-Tauchgänge durfte ich mit Nadi, Mirko und Leni im Marxweiher absolvieren).

Eine Woche vor dem Prüfungsmodul im Juli kam dann eine letzte mail von Bernd (Lehrgangsleiter des WLT) mit unseren DTG-Lehrproben-Themen.

Meine praktische Vorbereitung auf die Lehrprobe „Wechselatmung“ habe ich kurzerhand in den Gänsedrecksee bei Speyer verlegt; den Feinschliff holte ich mir bei Kerstin in der Rheinwelle donnerstags im Training.

Dann war es endlich soweit:

Am Dienstag, den 18.7. machten wir uns auf den Weg zum abschließenden Prüfungsmodul in der Landessportschule Albstadt. Zu Beginn der Veranstaltung wurde zunächst geprüft, ob alle Unterlagen vollständig sind (TTU, Logbuch, Seminare, Erste Hilfe Kurs, Hospitationen, Praktika etc.); danach wurden uns die ABC-Lehrproben-Themen zugelost und es gab nochmal eine knackige Theorie-Einheit zur Wiederholung der überfachlichen Lehrinhalte. Den Abend nutzten wir, um unsere letzten Lücken zu schließen und dann ging es mittwochs „ans Eingemachte“:

Für die schriftlichen Prüfungen waren insgesamt drei Stunden Zeit eingeplant: Etwa 90 min für den überfachlichen Teil, sowie 90 Minuten für den fachlichen Teil zum Thema Sporttauchen.

Nach dem Mittagessen wurden zunächst die ersten Referate präsentiert, nach dem Abendessen war dann Zeit, um die Lehrproben, die wir am Dienstagabend ausgearbeitet hatten, praktisch im Schwimmbad vorzubereiten.

Die letzten Referate wurden am Donnerstagvormittag präsentiert; nach dem Mittagessen ging es endlich ins Schwimmbad, um unter den kritischen Argusaugen von Josephine (Lehrgangsleitung des WLSB) die ersten ABC-Lehrproben im Schwimmbad zu halten.

Nach zwei Stunden ABC-Training wurde kurzerhand umgerüstet und es folgten bis zum Abendessen die ersten DTG-Lehrproben.

Der letzte Abend klang gemütlich in der Sportlerklause aus; es wurde gefachsimpelt, reflektiert, gelacht und sogar getanzt…

Freitagvormittag standen noch die letzten DTG-Lehrproben an, dann war es vollbracht… Nach dem Mittagessen wurde die Ausrüstung versorgt und es folgte die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der Ergebnisse. Da offenbar nicht alle Ergebnisse den hohen Erwartungen entsprochen hatten, machten wir uns mit etwas gemischten Gefühlen dann auf den Nachhauseweg.

Mit Unterstützung von Gerd Martin und Frank Rotzinger von der LVST-Trainer C-Ausbildung, sowie Bernd Hillenbrand von der Ausbildung des WLT hat auch Bert seinen Abschluss im September gemacht; an dieser Stelle ein herzliches „danke schön“ von Bert. Letztlich haben Bert und ich unseren Trainer C nun in der Tasche und wer weiß, ob unsere Reise nicht sogar noch eine Fortsetzung findet…

Eine wirklich anspruchsvolle Ausbildung liegt nun hinter uns und wir danken dem WLT e. V. für eine sehr gute Organisation der 4 Module und einen (fast) reibungslosen Ablauf der Qualifikation zum DOSB Trainer C Breitensport in der Sportart Sporttauchen.

Natürlich danken wir auch unserer Vereinsvorsitzenden Ines Heinrich sowie der gesamten Flotten Flosse, die uns von Anfang an tatkräftig unterstützt und uns ganz fest die Daumen gedrückt haben. „Danke Ines, dass Du uns auch schon für den nächsten Schritt nach dem Trainer C motivierst.“ 😉

Unser Fazit:

Auch wenn es insgesamt ein nicht unerheblicher zeitlicher Aufwand war, unter dem Strich hat es sich auf jeden Fall für uns und die Flotten Flossen gelohnt…

Ende gut, alles gut!

Bericht: Frank

 

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