Thailand / Australien 2019/2020

Urlaub ohne Tauchen gibt’s bei uns schon lange nicht mehr,

das gilt selbstverständlich auch für unsere Reise nach Thailand und Australien.

Unsere erste Station war Thailand.

Auf Koh Chang, einer Insel im Golf von Thailand nicht weit entfernt von Kambodscha haben Ralf und ich unsere Tauchgänge mit der Tauchbasis Chang Diving gemacht. Der Leiter ist Andi, ein Deutscher, was die Kommunikation erheblich erleichtert. Das Equipment ist ok und das Team kompetent und hilfsbereit. Die Tauchgänge haben wir von Deutschland aus gebucht, kann man aber auch direkt vor Ort machen. Nachdem wir auf Koh Chang angekommen waren, haben wir uns auf der Tauchbasis vorgestellt, den Papierkram erledigt und das Leihequipment anprobiert. Zwei Tage später wurden wir dann morgens mit dem Minibus am Hotel abgeholt und zum Boot gebracht.

Das Boot ist ein schon etwas älteres Holzboot im Nemo-Look, aber es hat Charme. Andi plant zwar ein größeres und modernes Boot anzuschaffen, aber ich finde das alte Boot klasse. Die Tauchflaschen stehen in Vertiefungen und müssen nicht extra festgemacht werden und für die Ausrüstung gibt es eine große Netztasche, die dann am Abend auch mit Frischwasser gespült wird. Die Flaschen haben einen INT-Anschluss. Wer seine eigenen Atemregler mitbringt, sollte den Adapter nicht vergessen. In der Mitte des Decks steht ein Tisch, an dem gegessen wird und die Logbücher geschrieben werden können. Oben gibt es noch ein kleines Sonnendeck und ebenfalls Tische und Bänke. Es gibt einen Wasserspender mit Tassen und um die Mittagszeit gibt es einen Imbiss an Bord, natürlich thailändisches Essen mit Reis, Fleisch und Fisch und auch etwas Salat. Einfach, aber sehr lecker!

Auf dem 1. TG hatte sich das T11-Wrack zwar ziemlich bedeckt gehalten, sprich, die Sicht dort war eher bescheiden und danach ging es zunächst über Sandboden mit einzelnen Korallen weiter, aber nach einigen Minuten kamen wir zu einem Korallenfeld, in dem das Leben nur so tobte. Es hat mich begeistert, da ich nicht mit so viel Leben unter Wasser gerechnet habe. Die Unterwasserwelt steht den Riffen in Curacao und Ägypten in nichts nach und die Temperaturen waren übrigens sehr angenehm: Luft 33 Grad und Wasser 30 Grad. Auf dem Rückweg von den Tauchplätzen legten wir noch in Bang Bao an, einem kleinen Küstenort, der auf Stelzen gebaut ist. Dort sind auch die meisten Tauchbasen und man kann in den vielen kleinen Geschäften einkaufen gehen.

Während wir auf dem Boot waren, wurden auch zwei AOWDs ausgebildet. Man kann zu PADI stehen, wie man will, aber Tauchlehrer Pern hat die Ausbildung sehr genau genommen. Dadurch, dass es auch nur zwei Tauchschüler waren, konnte er sich für jeden richtig Zeit nehmen und hat alles sehr ausführlich und super erklärt. Die Schüler bekamen nichts geschenkt und sie mussten gnadenlos alle Übungen durchführen, bis sie klappten. Tieftauchen und Navigation waren Pflicht, dazu kamen Wracktauchen, Tarierung und Fischbestimmung (man kann sich für die anderen Tauchgänge spezielle  Fachgebiete auswählen) aber ohne einen Tauchgang mit dem Fokus auf Tarierung kriegt dort keiner seinen AOWD.

Der Tauchgang, auf den ich mich schon im Vorfeld gefreut habe, war der Tauchgang zur HMAS Chang. Das ist ein ca 100 m langes Wrack, das 2012 vor Koh Chang für Taucher versenkt wurde. Es liegt auf 30 m Tiefe, aber die Aufbauten ragen bis ca. 5 m unter die Wasseroberfläche. Wir sind am Bojenseil abgetaucht und sind erst mal runter auf die 30 m. Das Wasser war dort eher bräunlich und die Sicht war sehr bescheiden, also sind wir wieder hoch auf Deckhöhe (ca. 23 m) und der Effekt war dramatisch: Wir sind wie aus einem Nebel aufgetaucht, das Wasser war blau und wir hatten eine super Sicht und waren sofort inmitten von riesigen Fischschwärmen. Besonders sind mir die vielen Fledermausfische aufgefallen, die sich anscheinend gerne an Wracks aufhalten. Leider fanden auch viele andere Taucher den Tauchplatz klasse und so waren auch Schwärme von Tauchern da unterwegs, aber es war ja Platz genug für alle da. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch meinen ersten Nackttaucher gesehen. Der tauchte auf mich zu und war mir aufgefallen, weil er das Jacket auf der blanken Haut trug und ich das sogar im Badeanzug einigermaßen unangenehm finde, weil irgendetwas da immer scheuert, aber als er an mir vorbeitauchte, musste ich feststellen, dass er untenrum noch weniger trug…

Auch die nächsten Tauchgänge führten wieder an wunderschöne Tauchplätze, die voller bunter Korallen, Schwämme und Fischen waren. Weil es kurz vor Weihnachten war, gab es unter Wasser auch ganz viele bunte Mini-Weihnachtsbäumchen. Nein Quatsch, das sind Weihnachtsbaum-Röhrenwürmer und die gibt es natürlich das ganze Jahr über. An einer Stelle war alles übersät mit Anemonen und Clownfischen. Dagegen war „Nemo City“ in Ägypten höchstens ein kleines Dorf. Also mir hat’s Spaß gemacht und ich werde da bestimmt mal wieder tauchen.

Zur Info:

In Thailand gibt es zwei Jahreszeiten: Trockenzeit (November bis April) und Regenzeit (Mai bis Oktober), die Temperaturen unterscheiden sich nicht großartig. Sowohl im Wasser also auch an Land kann man mit ca 30°C rechnen. Die Hauptreisezeit ist natürlich in der Trockenzeit und da hat man auch die besten Chancen auf eine gute Sicht unter Wasser. Tauchen ist relativ günstig. Wir haben für die Tauchgänge knapp 40 € bezahlt, bei mehr Tauchgängen werden sie billiger.

Nach einer Woche in Thailand flogen wir weiter nach Australien,

denn wir wollten Katharina wieder treffen, die schon seit Ende August dort work&travel macht. Mit ihr hatte ich etwas Besonderes geplant: Zwei Heiligabendtauchgänge zu HMAS Brisbane, ein ca. 130 m langes Wrack, das vor Mooloolaba ca. 100 km nördlich von Brisbane an der Ostküste versenkt wurde. Das Wrack liegt genau wie die HMAS Chang auf 30 m Tiefe und die Aufbauten reichen ebenfalls hoch bis 5 m unter die Wasseroberfläche. Vor dem Versenken wurde das Schiff freigeräumt und es wurden Öffnungen hineingeschnitten, damit es gefahrlos von Tauchern betaucht werden kann. Das ist allerdings nur mit einem Guide erlaubt.

Rausgefahren sind wir mit einem Speedboot. Ich meine, ich bin ja schon öfter mit einem Speedboot gefahren, aber gegen dieses waren das alles lahme Kähne. Als der Kapitän richtig Gas gab, wurden wir in die Sitze gepresst und der Wind trieb mir echt die Tränen aus den Augen. Leider war die schnelle Fahrt viel zu  kurz.

Wir hatten auch nicht den allergünstigsten Tag erwischt, denn es hatte ordentlich Wellen und die Sicht war ziemlich bescheiden. Deswegen konnten wir immer nur kleine Ausschnitte des Wracks sehen und keinen Überblick über das ganze Wrack bekommen. Außerdem war da auch eine unangenehme Strömung und es ging schon mal damit los, dass wir ins Wasser sprangen und uns erst mal gegen die Strömung an das Seil, mit dem das Boot an der Boje befestigt war vorkämpfen mussten. Da konnte man sich aber nicht wirklich gut festhalten, weil da ja das Boot dranhing und selbiges alles andere als ruhig im Wasser lag und deswegen das Seil dauernd hoch- und runtergerissen wurde. Der Guide kannte das schon und deswegen war er  zwar nicht der erste im Wasser, aber dafür der erste wieder draußen. Erschwerend kam dazu, dass die Taucher unserer Gruppe erst nach und nach eintrudelten und wir bestimmt 10 Minuten im Wasser rumhingen und auch etliches davon schluckten, bis wir endlich abtauchen konnten. (Und wir waren die Gruppe mit den “erfahrensten” Tauchern, aber das zu kommentieren würde diesen Bericht sprengen…) Auch am Wrack hatten wir immer wieder mit der Strömung zu kämpfen, und das bei einer Sicht, vor der sich der Jägerweiher nicht hätte verstecken brauchen. Kein Wunder, dass wir immer mal wieder nach Tauchern suchten, die abhanden gekommen waren.

Trotzdem war der Tauchgang eindrucksvoll. Am besten fand ich auch da wieder die Fledermausfische, von denen wir schon an der HMAS Chang richtig viele gesehen hatten, aber hier gab es riesige Exemplare davon. Überhaupt gab es am und im Wrack viele Fische, die uns teilweise fast über den Haufen schwammen. Zwei Schildkröten haben wir auch gesehen und beim zweiten Tauchgang durch das Wrack zu tauchen, war ein Erlebnis. Und fairerweise muss man auch sagen, dass gelegentlich die Sicht auch mal besser war und man erahnen konnte, wie beeindruckend dieser Tauchgang bei besseren Bedingungen sein muss. Wir haben später Taucher getroffen, die einige Tage nach uns dort tauchen waren und die waren begeistert.

Zur Info:

Unsere Tauchgänge in Australien waren etwas teurer. Ein Tauchgang kostete ca. 50 € und dazu kam noch die Miete für das Equipment. Selbiges war durchaus in Ordnung, aber es war irritierend, dass die Mitarbeiter es nach unseren Größenangaben zusammengebaut haben, ohne dass wir es auch nur gesehen, geschweige denn anprobiert hatten – bis auf den Neopren. Außerdem wurde das Equipment bereits zusammengebaut an Bord gebracht und nach dem ersten Tauchgang wurde auch die Flasche vom Staff gewechselt. Das mögen wir gar nicht, aber vielleicht ist dieses Verfahren sogar sicherer, bei den vielen Urlaubstauchern, die sich da an Bord tummeln. Die Flaschen haben ebenfalls INT-Anschlüsse. Die Wassertemperaturen waren erfrischend (ca. 25°C) und wir waren froh, dünne Handschuhe dabei zu haben. Beim Tauchen durch das Wrack haben die uns vor einigen Schrammen bewahrt, denn auch da hat uns die Strömung manchmal einen Streich gespielt.

Bericht: Conny
Fotos: Katharina, Conny

 

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